Zum Inhalt springen
Datenstand · jede Zahl mit Quelle und Prüfdatum* Partnerlink: ohne Mehrkosten für dich, ohne Einfluss auf Note und Reihenfolge, ohne Mehrkosten
Vermögen sparen

Maker vs. Taker: was Krypto-Börsen wirklich kosten

Kosten4 Min. LesezeitVeröffentlicht am

Von Daniel Benz, Betreiber und redaktionell verantwortlich

Kapitel 3 von 6 im Lernpfad Krypto verstehen: der Lernpfad in 6 Kapiteln

Inhalt dieses Artikels

Wer zwei Krypto-Börsen anhand einer einzigen Prozentzahl vergleicht, vergleicht oft nicht dasselbe. Orderbuch-Börsen wie Bitvavo, OKX, Kraken Pro oder die Pro-/Fusion-Modi von Bitpanda unterscheiden zwischen zwei Gebührensätzen: der Taker-Gebühr und der Maker-Gebühr.

Wer nimmt, wer stellt Liquidität

Eine Taker-Order nimmt eine bereits im Orderbuch stehende Order an und wird sofort zum aktuellen Marktpreis ausgeführt — das ist bei einer klassischen Market-OrderEine Market-Order kauft oder verkauft sofort zum aktuell besten verfügbaren Preis — schnell, aber ohne Preisgarantie bei dünner Liquidität. fast immer der Fall. Eine Maker-Order stellt dagegen selbst eine neue Order ins Orderbuch, die nicht sofort ausgeführt wird, etwa eine Limit-Order zu einem Kurs unterhalb des aktuellen Marktpreises. Weil Maker-Orders eine Börse mit Liquidität versorgen, sind sie fast immer günstiger bemessen als Taker-Orders — bei Bitpanda Pro etwa 0,10 % Maker gegenüber 0,15 % Taker auf der Einstiegsstufe.

Beide Sätze sind zudem gestaffelt: Mit steigendem Handelsvolumen der letzten 30 Tage sinken sie in der Regel weiter, teils bis in den Bereich von 0,01–0,02 % bei sehr aktiven Konten. Für gelegentliche Privatanleger ist praktisch immer die Einstiegsstufe relevant.

Die Einstiegsstufe ist kein fester Wert

Genau diese Einstiegsstufe kann sich ändern — und zwar auch nach oben. Kraken hat zum 9. Juli 2026 seine Pro-Gebühren umgestellt: Statt zuvor 0,25 % Maker und 0,40 % Taker zahlt die unterste Stufe seither 0,40 % Maker und 0,80 % Taker, also den doppelten Taker-Satz. Im Gegenzug qualifiziert seitdem nicht mehr nur das Handelsvolumen für eine bessere Stufe, sondern wahlweise auch das auf der Plattform gehaltene Guthaben: Ab 2.500 $ Spot-Volumen in 30 Tagen greifen 0,30 % Maker / 0,60 % Taker; ab 10.000 $ Volumen oder 20.000 $ Guthaben 0,22 % / 0,38 %.

Für den Vergleich heißt das zweierlei. Erstens lohnt der Blick in die aktuelle Preisliste des Anbieters statt in eine Vergleichstabelle — viele Übersichten führen für Kraken bis heute die alten 0,25 % / 0,40 %. Zweitens hängt die tatsächliche Stufe nicht mehr allein davon ab, wie viel jemand handelt, sondern auch davon, wie viel liegen bleibt.

Nicht jede Börse hat ein Orderbuch

Nicht alle Krypto-Apps arbeiten mit diesem Modell. Manche, darunter die einfache Standard-App von Bitpanda, rechnen stattdessen über einen Spread ab: Kauf- und Verkaufskurs weichen um einen bestimmten, nicht separat ausgewiesenen Prozentsatz vom tatsächlichen Marktpreis ab — bei Bitpanda schätzungsweise 1,5 bis 2 % je Trade. Das ist bequemer, weil keine OrderartenEine Market-Order kauft oder verkauft sofort zum aktuell besten verfügbaren Preis — schnell, aber ohne Preisgarantie bei dünner Liquidität. verstanden werden müssen, aber bei größeren oder häufigeren Trades spürbar teurer als der Weg über ein Orderbuch mit Maker-/Taker-GebührenKrypto-Börsen mit Orderbuch unterscheiden zwei Gebührensätze: Die Taker-Gebühr zahlst du, wenn du eine bestehende Order sofort zum Marktpreis annimmst und damit Liquidität „nimmst“..

Merksatz

Eine einzelne Prozentzahl aus der Werbung sagt wenig, solange unklar ist, ob sie sich auf eine Taker-Gebühr im Orderbuch oder auf einen impliziten SpreadDer Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs (Kaufpreis, den ein Market Maker zahlt) und Briefkurs (Verkaufspreis, den er verlangt) eines Wertpapiers. bezieht. Beide sind reale Kosten, aber nur eine davon steht offen in der Preisliste.

Ein Rechenbeispiel

Bei einem Kauf im Wert von 1.000 € zahlst du bei 0,15 % Taker-Gebühr 1,50 € Gebühr. Über eine Limit-Order (Maker) bei 0,10 % wären es 1,00 €. Über ein SpreadDer Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs (Kaufpreis, den ein Market Maker zahlt) und Briefkurs (Verkaufspreis, den er verlangt) eines Wertpapiers.-Modell mit angenommenen 1,75 % zahlst du dagegen implizit rund 17,50 € — mehr als das Zehnfache, ohne dass eine separate Gebührenzeile das ausweist.

Was das für den Vergleich bedeutet

Für einen fairen Vergleich zwischen Krypto-Börsen zählt deshalb nicht die niedrigste beworbene Zahl, sondern welcher Ordertyp und welche Kontostufe dahinterstehen — und ob die Alternative dazu ein günstigeres Orderbuch oder ein teureres SpreadDer Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs (Kaufpreis, den ein Market Maker zahlt) und Briefkurs (Verkaufspreis, den er verlangt) eines Wertpapiers.-Modell in derselben App ist.

Häufige Fragen

Ist die Maker-Gebühr immer günstiger als die Taker-Gebühr?

In aller Regel ja, weil Maker-Orders eine Börse mit Liquidität versorgen und dafür belohnt werden. Es gibt aber Börsen, die beide Sätze gleich hoch ansetzen oder sogar negative Maker-Gebühren (Rabatte) zahlen — das ist bei den auf dieser Seite verglichenen Anbietern aktuell nicht der Fall.

Warum hat nicht jede Krypto-Börse ein Orderbuch mit Maker-/Taker-Gebühren?

Ein Orderbuch verlangt vom Nutzer, Limit- und Market-Orders zu verstehen. Einfache Apps verzichten deshalb bewusst darauf und kalkulieren die Marge stattdessen über einen Spread in den angezeigten Kursen ein.

Wie erkenne ich, ob eine Börse mit Spread statt mit Maker/Taker arbeitet?

Wird beim Kauf ein fester Prozentsatz als Gebühr ausgewiesen und lässt sich zusätzlich ein Limitpreis setzen, handelt es sich meist um ein Orderbuch. Zeigt die App nur einen Sofortkauf-Button ohne separaten Gebührenausweis, steckt die Marge wahrscheinlich im Spread.

Quellen

  1. Kraken: Gebührenplan (Kraken Pro, Maker/Taker je Stufe) · abgerufen am

Daniel Benz · Betreiber und redaktionell verantwortlich

Daniel Benz betreibt Vermögen sparen und verantwortet Auswahl der Kriterien, Recherche und Freigabe jedes Textes und jeder Zahl auf dieser Seite.

ProfilSo arbeiten wir

Weiterlesen

Alle Beiträge zu Kosten