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Redaktion: Daniel Benz · So bewerten wir

Verrechnungskonto vs. Tagesgeldkonto: wo dein Cash wirklich liegt

Das Verrechnungskonto ist das Cash-Konto innerhalb deines Wertpapierdepots, über das Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen laufen — kein eigenständiges Sparprodukt wie ein klassisches Tagesgeldkonto. Bei den neun geprüften Brokern reicht die Verzinsung von 0 % bis 2,6 %, und je nach Broker steht entweder eine eigene Vollbanklizenz, eine deutsche Partnerbank oder im Fall von CapTrader eine irische Institution mit eigener Einlagensicherung dahinter.

Inhalt dieses Artikels
  1. Zinsspanne zwischen 0 % und 2,6 %
  2. Wessen Bank tatsächlich hinter dem Verrechnungskonto steht
  3. Wann ein separates Tagesgeldkonto trotzdem sinnvoller ist

Ein VerrechnungskontoDas Verrechnungskonto ist das Cash-Konto innerhalb eines Wertpapierdepots, über das Ein- und Auszahlungen sowie Order-Abrechnungen laufen. … ist das Cash-Konto, das automatisch mit deinem Wertpapierdepot verknüpft ist — Einzahlungen, Verkaufserlöse und Ausschüttungen landen dort, Order- und Depotgebühren werden davon abgebucht. Ein Tagesgeldkonto dagegen ist ein eigenständiges Sparprodukt ohne Verbindung zu einem Wertpapierdepot, meist bei einer separaten Bank geführt. Beide verzinsen liegendes Geld, aber aus unterschiedlichem Grund: Das Tagesgeldkonto ist explizit fürs Sparen gedacht, das Verrechnungskonto ist in erster Linie eine technische Notwendigkeit für den Wertpapierhandel, deren Verzinsung erst in den vergangenen Jahren zu einem eigenen Wettbewerbsfaktor wurde.

Zinsspanne zwischen 0 % und 2,6 %

Bei den neun in diesem Vergleich geprüften Brokern reicht die Verzinsung des Verrechnungskontos von 0 % (etwa bei finanzen.net ZERO, justTRADE, tradegate.direct und Joe Broker) bis 2,6 % bei Scalable Capital. CapTrader zahlt 0,7 %, SMARTBROKER+ und Traders Place jeweils 2,0 %, Trade Republic 2,25 %. Diese Sätze sind variabel und ändern sich mit der allgemeinen Zinslandschaft — die konkrete Zahl im jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnis ist deshalb nur eine Momentaufnahme zum Redaktionsstand dieser Seite, nicht dauerhaft fix.

Wessen Bank tatsächlich hinter dem Verrechnungskonto steht

Nicht jeder Broker verwahrt Kundengeld selbst: Mehrere Broker in diesem Vergleich (unter anderem finanzen.net ZERO, SMARTBROKER+, Traders Place, Joe Broker) nutzen die Baader Bank als depotführende Partnerbank, justTRADE die Sutor Bank. Scalable Capital, Trade Republic und tradegate.direct halten dagegen jeweils eine eigene Vollbanklizenz. CapTrader ist ein Sonderfall: Als Introducing Broker von Interactive Brokers läuft die Kontoführung über eine irische Gesellschaft, weshalb dort statt der deutschen EinlagensicherungDie gesetzliche Einlagensicherung schützt Bankguthaben bis 100.000 € pro Kunde und Institut, unabhängig von der Kontoanzahl. … der irische Anlegerentschädigungsfonds (ICS) mit einer Deckungsgrenze von 20.000 € greift — ein grundsätzlich anderes, schwächeres Schutzniveau als die 100.000 € der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung.

Die Zinshöhe allein sagt nichts über die Sicherheit des Guthabens aus. Ein hoher Zins bei einer Bank ohne gesetzliche 100.000-€-Einlagensicherung ist kein besseres Angebot als ein niedrigerer Zins mit vollem Schutz — beides muss getrennt bewertet werden.

Wann ein separates Tagesgeldkonto trotzdem sinnvoller ist

Für Geld, das du absehbar nicht ins Depot investieren willst, ist ein spezialisiertes Tagesgeldkonto bei einer Bank mit voller Einlagensicherung oft die einfachere Wahl — ohne den Umweg über ein Wertpapierdepot und unabhängig von dessen Verrechnungskonto-Konditionen. Für Cash, das ohnehin zwischen Käufen und Verkäufen im Depot liegt, ist die Verrechnungskonto-Verzinsung dagegen ein reiner Zusatznutzen ohne eigenen Kontoaufwand.

Häufige Fragen

Ist ein Verrechnungskonto dasselbe wie ein Tagesgeldkonto?

Nein. Das Verrechnungskonto ist das technische Cash-Konto innerhalb eines Wertpapierdepots für Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen. Ein Tagesgeldkonto ist ein eigenständiges Sparprodukt ohne Verbindung zu einem Depot.

Warum zahlt CapTrader nur 20.000 € Einlagensicherung statt 100.000 €?

CapTrader führt Konten über eine irische Gesellschaft von Interactive Brokers, für die der irische Anlegerentschädigungsfonds (ICS) statt der deutschen Einlagensicherung gilt — mit einer niedrigeren Deckungsgrenze von 20.000 € statt 100.000 €.

Ändert sich die Verrechnungskonto-Verzinsung automatisch mit dem Marktzins?

Broker passen ihre Verrechnungskonto-Zinsen eigenständig und meist mit Verzögerung an die allgemeine Zinslandschaft an — es gibt keine automatische, vertraglich fixierte Kopplung an einen Referenzzins.