P2P-Plattformen mit EU-weiter Regulierung
6 der 12 geprüften Plattformen halten eine echte EU-weite Zulassung — entweder als volle MiFID-II-Wertpapierfirma oder mit der leichteren ECSP-Lizenz für Schwarmfinanzierung. Die übrigen operieren unreguliert oder über eine rein nationale Erlaubnis außerhalb dieser beiden EU-Regime.
Daten geprüft am · Auswahl aus allen 12 geprüften Anbietern · Methodik unter So bewerten wir · Über uns
| # | Anbieter | Ø Rendite | Mindestanlage | Anleger | Testnote | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 14,9 % | 50 € | 16.000+ (August 2026) | 7,5 | Konto eröffnen * (öffnet Nectaro in neuem Tab) | |
| 2 | 11,5 % | 50 € | 700.000+ | 7,0 | Zum Anbieter (öffnet Mintos in neuem Tab) | |
| 3 | 14,5 % | 10 € | über 5.000 (Anbieterangabe) | 6,9 | Konto eröffnen * (öffnet Afranga in neuem Tab) | |
| 4 | 14,8 % | 10 € | rund 33.000 (August 2026) | 6,1 | Konto eröffnen * (öffnet Debitum in neuem Tab) | |
| 5 | 12,0 % | 50 € | keine Gesamtzahl veröffentlicht (mind. 1.600 aus Deutschland) | 6,0 | Konto eröffnen * (öffnet LANDE in neuem Tab) | |
| 6 | 11,6 % | 10 € | keine Gesamtzahl veröffentlicht | 5,4 | Konto eröffnen * (öffnet Twino in neuem Tab) |
MiFID II und die ECSP-Lizenz sind die beiden EU-weiten Zulassungsregime, unter denen eine P2P-Plattform ihre Dienstleistung per Passporting in der gesamten EU anbieten darf. Eine volle MiFID-II-Wertpapierfirmen-Lizenz verlangt mehr Mindestkapital und laufende Aufsicht als die leichtere ECSP-Lizenz nach der EU-Schwarmfinanzierungsverordnung 2020/1503 — beide unterscheiden sich aber deutlich von einer rein nationalen Kreditgeber-Erlaubnis wie Bondoras estnischer Lizenz, die kein EU-weites Passporting kennt.
Sechs der zwölf Plattformen in diesem Vergleich halten eine dieser beiden EU-Lizenzen: Mintos, Nectaro, Debitum und Twino als volle MiFID-II-Wertpapierfirmen, LANDE und Afranga mit der leichteren ECSP-Lizenz. Bondora nennt in der eigenen Regulierungsangabe ausdrücklich, keine ECSP-Lizenz zu halten, sondern nur eine estnische Kreditgeber-Zulassung als „Credit Provider” — ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Regulierungstiefe selbst bei etablierten Plattformen ausfällt.
Eine EU-Lizenz ist kein Ersatz für die gesetzliche Einlagensicherung von Banken: Fällt eine MiFID-II-Wertpapierfirma selbst aus, greift höchstens die Anlegerentschädigung (90 % des Schadens bis maximal 20.000 €) — bei den unregulierten Plattformen in diesem Vergleich existiert nicht einmal das.
Diese Plattformen sind entweder unreguliert oder halten nur eine rein nationale Zulassung ohne EU-weites Passporting:
Income MarketplaceAnleger: 11.399 genehmigte Anleger (Anbieterangabe)
Triple Dragon FundingAnleger: keine Gesamtzahl veröffentlicht
RobocashAnleger: über 40.000 (Anbieterangabe)
DevonAnleger: rund 1.425 aktive Anleger (Juni 2026, Drittquelle)
BondoraAnleger: rund 130.000 (Anbieterangabe)
Monefit SmartSaverAnleger: über 30.000 (Drittquellen)
Ist eine EU-Lizenz dasselbe wie eine Einlagensicherung?
Nein. Eine MiFID-II- oder ECSP-Lizenz regelt die Zulassung und laufende Aufsicht der Plattform, ersetzt aber keine Einlagensicherung. Fällt die Plattform selbst aus, greift höchstens die schwächere Anlegerentschädigung von maximal 20.000 € — und selbst die nur bei MiFID-II-Wertpapierfirmen.
Warum zählt Bondora hier nicht als EU-lizenziert, obwohl „ECSP-Lizenz” in der Regulierungsangabe steht?
Bondora nennt die ECSP-Lizenz dort ausdrücklich verneinend: Der Text stellt klar, dass Bondora anders als LANDE gerade keine ECSP-Lizenz hält, sondern nur eine estnische Kreditgeber-Zulassung ohne EU-weites Passporting.