Spekulationsfrist: Definition und Bedeutung
Die Spekulationsfrist ist die Haltedauer, nach der ein privates Veräußerungsgeschäft (§23 EStG) steuerfrei wird.
Was bedeutet Spekulationsfrist?
Für Kryptowährungen beträgt sie ein Jahr: Wer eine Coin länger als ein Jahr hält — also erst nach dem Jahrestag des Kaufs verkauft —, zahlt auf den Gewinn keine Steuer — unabhängig von der Höhe. Innerhalb der Frist verkaufte Gewinne sind grundsätzlich steuerpflichtig, sofern die Freigrenze überschritten wird. Ein BMF-Schreiben vom Mai 2022 stellte klar, dass Staking oder Lending die Frist nicht, wie zeitweise diskutiert, auf zehn Jahre verlängert.
Warum das für Anleger wichtig ist
Ein Jahr Geduld vor dem Verkauf macht bei Kryptogewinnen den kompletten Unterschied zwischen steuerfrei und steuerpflichtig.
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Von Daniel Benz, Betreiber und redaktionell verantwortlich